1999-2002 Neue Wohnbaukonzepte

Zukünftig ist mit einer wachsenden Nachfrage nach privatem Wohneigentum zu rechnen. Wenn entsprechende Preisvoraussetzungen erfüllt werden, entsteht ein besondere Druck auf effiziente lanungs- und Baumethoden, gerade im individuellen Wohnbau.
Preiswert zu bauen heißt, kostenoptimiert zu bauen und vor allem: zu planen. Dies fordert eine ganzheitliche Betrachtung des Bauprozesses von der Marktanalyse über Planung, Realis
ierung bis zum Facility-Management.

 
Entwicklungsziel ist ein interaktives, netzbasiertes digitales System, mit dem Nutzer die Möglichkeit erhalten, ihre Vorstellungen vom Wohnen aus modularen Komponenten heraus zu artikulieren. Im Hintergrund laufen dabei Berechnungen und Kalkulationen ab. Im bisher anzutreffenden individuellen Wohnungsbau (Einfamilienhausbau) ist die Einführung von kostenoptimierenden industriellen Planungs- und Produktionsmethoden bisher ausgeblieben. Ansätze sind automatisierte Materialbestellung, Wegfall von Materialvorhaltung, eine genauere Kostenkalkulation, die Verbesserung des Informationsflusses, ein rechnergestütztes Baubetriebssystem, sowie die technologische Optimierung des Bauprozesses. Die Untersuchung unterschiedlicher Systembauweisen führte zu der Idee, Raummodule zunächst als virtuelle Räume - ohne Definition der Umhüllungselemente - näher zu betrachten. Diese bieten die Möglichkeit, unter Beschränkung auf rasterabhängige, kombinierfähige Module (Abb. 1), individuell kombinierbare Komponenten mit unterschiedlichen Anpassungsmöglichkeiten zu planen und so quasi maßgeschneiderte und flexible Serienprodukte herzustellen. Der Entwurf erfolgt auf der Grundlage material-unabhängiger und als virtuelle Planungseinheiten zu verstehende Module im Internet.

Arbeitsschwerpunkte

- Erarbeitung einer ganzheitlichen und durchgängigen Produkt- und Prozeßstrategie für den preiswerten individuellen ;
- Schaffung eines komplexen, modulbasiertes Systems von rationellen und qualitätsvollen Entwurfslösungen für den preiswerten, zukunftsfähigen individuellen Wohnungsbau;
- Optimierung von Konstruktionslösungen für eine digitale Planung und industrielle Fertigung;
- Aufstellung von Bau- und Baustofflogistikkonzepten auf der Basis modernster Informations- und Kommunikationstechnologien;
- Anstrebung einer optimalen Kooperation aller Beteiligten, Einbeziehung des Kunden über internetbasierte Planungs- und Verhaltensstrategien.

Entwurfseinheiten (Module) Schemaentwurf
Formulierung der Wohnvorstellungen
durch die Nutzer mittels Internet
Grundrissdarstellung mit
systemkonkreten Angaben

Keywords

Wohnbau, Einfamilienhausbau, Bauprozeß, -analyse, kostenoptimiertes Bauen, modulares System, internetbasiert, Kooperation, interdisziplinär, Produkt- und Prozeßmodell

Zeitrahmen

Projektlaufzeit: 01.11.1999 bis 31.10.2002

Leitung des Forschungsprojektes

Prof. Dr.-Ing. Dirk Donath
   Lehrstuhl für Informatik in der Architektur
Prof. Dr.-Ing. Frank Werner (Projektleiter)
   Institut für Konstruktiven Ingenieurbau
Prof. Dr.- Ing. Karl Beucke
   Lehrstuhl für Informatik im Bauwesen


Beteiligte Wissenschaftler

Architektur: Dipl.-Arch. Gundula Linse
Konstruktion/ Prozessmodellierung: Dipl.-Ing. Ina Grosche
CAD-Systeme: Dipl.-Arch. Ulf Müller
AVA/ Baustofflogistik: Dipl.-Ing. Stephan Querengässer
extern:  
Haustechnik: Frau GhiletiucSchorcht GmbH
Konstruktion: Peter KesselIHB Schleusingen Project GmbH
Baulogistik/
Marketing:
Dr.-Ing. Helmut BroyerHOCHTIEF Building NL Thüringen

 

Kooperation

Futura-Software
TU Ilmenau - Institut für Medientechnik
FH Darmstadt - FB Informations- und Wissensmanagement

gefördert durch

Hochtief AG im Zeitraum 1998 - 2000
BMBF im Zeitraum von 2000 - 2002

Internetpräsenz

NEUE WOHNBAUkonzepte

Kontakt

Bauhaus-Universität Weimar
Fakultät Architektur
Professur Informatik in der Architektur
Belvederer Allee 1
D-99423 Weimar
Tel.: (+49-3643-58) 4236
Fax:  (+49-3643-58) 4202