Studien

Prof. Dr. Dirk Donath von der Fakultät Architektur berichtet von seinem mehrjährigen Aufenthalt an der Addis Abeba University in Äthiopien. Er arbeitet und lebt seit 2008 in Äthiopien. Als Lehrstuhlinhaber für „Baukonstruktion und Entwerfen“ am Architekturinstitut der Addis Ababa University arbeitet er an der Entwicklung von Alternativen für Gebäudetypen und Konstruktionsweisen für angepaßtes Wohnen und Arbeiten unter äthiopischen Bedingungen. 

Addis building generator is an applied research on the development of a computational design tool addressing planning deficiencies in the city of Addis Ababa, Ethiopia. Because of increasing population pressure and a lack of planning resources, Addis Ababa is clearly in need of new efficient planning solutions. The tool proposed utilizes and combines different generative design methods in order to increase the efficiency of planning and construction processes.

 

Als Bestandteil des Entwurfs [digital_space] Rom-253 am Lehrstuhl Informatik in der Architektur reisten 11 Studenten der Bauhaus-Universität zusammen mit Prof. Dirk Donath und den wissenschaftlichen Mitarbeitern Katharina Richter und Christian Bauriedel nach Rom, um am Workshop Rehabilitation and Reuse of the Angelo Mai Garden teilzunehmen, der von der Fakultät Architektur der Universität Roma Tre organisiert wurde.

Studentisches Entwurfsprojekt an der Professur Informatik in der Architektur. In Zusammenarbeit mit der Juniorprofessur für Architekturinformatik
(SS 2005 - SS 2006)

 

DOMEdesign dient der Formfindung von Kuppeln und Bögen. Hierbei wird vor allem der frühe Planungsprozess betrachtet. Der Entwurf richtet sich nach geometrischen Kriterien wie Stichhöhe, Spannweite, Grundriss und Topografie z.B. einer Dachlandschaft aus. Es wird die statisch ideale Form ermittelt. Der Planer braucht sich zu Beginn des Entwurfes, noch keine Gedanken über komplizierte Materialeigenschaften machen. Durch eine DXF - Schnittstelle können frühe Entwurfsergebnisse in FEM oder CAD Programmen importiert und weiter bearbeitet werden.

Diese Datenbank entsteht als Gemeinschaftsprojekt der Professur Entwerfen und Wohnungsbau, Prof. Stamm-Teske und der Professur Informatik in der Architektur, Prof. Donath an der Bauhaus-Universität Weimar. Im Rahmen eines Seminars werden Innovative Einzelaspekte des historischen und aktuellen Wohungsbaus von Studenten analysiert und eingetragen.
Die Strukturierung der Datenbank erfolgt auf Grundlage dieser Innovationskriterien.

Individuelle und kollektive selbstverwaltende Wohnungsbauproduktions-prozesse in verschiedenen Varianten haben über die letzten Jahre eine extrem positive Wirkung auf die Reduzierung des Wohnungsdefizits und die Verbesserung der allgemeinen Wohnungsbedingungen in vielen Entwicklungsländern. Hiesige selbstorganisatorische Fähigkeiten werden prinzipiell von der Umsetzung partizipatorischer Planungsprozesse ermutigt und finanziell unterstützt.

Die virtuelle Welt der neuen Medien hat längst auch die Architektur eingeholt. Branchenbezogene Onlinedienste werben um die Aufmerksamkeit von Architekten, Baustoffhersteller informieren im Internet über neueste Produkte und manche Architekten stellen auf eigenen Homepages ihre Arbeit vor.

Sich in den grossen Themenschwerpunkt des Lehrstuhls Informatik in der Architektur „Plausibilität im Planungsprozess“ einreihend, beschäftigt sich dieses Forschungsgebiet mit der Untersuchung des Potentials von Internet – Technologien hinsichtlich der Unterstützung und einer Vereinfachung des Entwurfs- und Planungsprozesses, der Auflösung von Komplexität und der Erhöhung der Begründbarkeit der Prozesse und deren Ergebnisse: von Architektur.
Im Zentrum der Arbeit steht die kritische Auseinandersetzung mit folgenden Fragen:
Leistet der Einsatz von Internet – Technologien im Entwurfs- und Planungsprozess einen Beitrag zur Erhöhung von Plausibilität und ist das Internet somit in der Lage, einen zusätzlichen Nutzwert, einen `aided value` zum Entstehungsprozess von Architektur beizutragen?
Birgt das Internet ein Potential das über die blosse Adaptation und Umsetzung von klassischen Prozessen und Vorgängen hinausgeht?

Abgeleitet von den Pattern, die Christopher Alexander in seinem Buch "Eine Mustersprache / A Pattern Language" beschreibt, konzipierten Studierende des semesterbegleitenden Entwurfes [digital_space] Computersystemen, die dedizierte Anforderungen im Planungsprozeß unterstützen.
Planungssysteme WS 01/02 - WS 02/03

A pattern language: towns, buildings, construction. Christopher Alexander, Sara Ishikawa, Murray Silverstein, with Max Jacobson, Ingrid Fiksdahl-King, Schlomo Angel. New York, Oxford University Press, 1977.

Interpretation der "Eine Mustersprache / A Pattern Language" von Christopher Alexander im digitalen Raum
Boundary Debates - Extensions (SS 01)
Boundary Debates (WS 00/01)
Virtual Architecture (WS 98/99 & 99/00 & SS 00)

Als Elias Canetti 1974 das Buch „Der Ohrenzeuge“ [1] veröffentlichen ließ, läßt es sich nur vage vermuten, daß er jemals an eine räumliche Interpretation dieser Charaktere gedacht hat. Obwohl Canetti kritische Gedanken zur zeitgenössischen Architektur formulierte, bleibt ebenso immer offen, ob er das Risiko und die Möglichkeit digitaler, oder wie es heute heißt, virtueller Architekturen in seinen Überlegungen eingeschlossen hat.

 Architektur-Modelle werden spätestens seit der Renaissance gebaut, um Form- und Raumzusammenhänge besser verstehen und vermitteln zu können. Diese ursprünglich materiellen Modelle werden mittlerweile durch digitale Modelle ergänzt, teilweise auch schon ersetzt.
Die Veranstaltung „Digitale Planung“ der Professur Informatik in der Architektur stellte unterschiedliche digitale Modellierungstechniken und Präsentationsmöglichkeiten vor. Es sollte dabei untersucht werden, inwieweit ein Computermodell das Begreifen und Kommunizieren von bestehender Architektur unterstützen kann. Eingesetzt wurde vorwiegend die Modelliersoftware Cinema4D.

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