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greenBOX

greenBOX


Ein neuartiger Experimentalbau zeigt ressourcenschonende Wege von unsanierten Gebäuden zum energieeffizienten SYBRID-HAUS® (Solarhybrid-Haus)



Die Debatte um energieeffizientes Bauen kreist zurzeit vorrangig um Neubauten. Für sie sind ökologische und nachhaltige Kriterien inzwischen Standard. Ihr Anteil an der gebauten Umwelt ist jedoch eher gering. Den weitaus größeren Teil der Architektur in Deutschland – etwa siebzig Prozent – bilden die schon vor Jahrzehnten errichteten Bestandsbauten. Besonders in den Fünfzigern bis Siebzigern gab es einen regelrechten Bauboom, darunter viele Wohnhäuser. Zu dieser Zeit war Energieeffizienz jedoch noch kein Thema im Bauen. Die energetische Sanierung im Bestand ist damit eine der großen Herausforderungen der Energiewende. Neue Materialien, Bauweisen und Baustoffe lassen sich allerdings nur schwer an „echten“ Hauswänden demonstrieren. Deshalb konzipierte die interdisziplinär zusammengesetzte Forschergruppe Green Efficient Buidings (FOGEB) die greenBOX. An der vielseitigen Box soll gezeigt werden, wie sich die verschiedenen Wohnhaustypen möglichst umweltfreundlich und energiesparend sanieren lassen und wie deren Hausfassaden immer wieder leicht an neueste Entwicklungen angepasst werden können.


Die greenBOX ist ein 9 x 9 x 9 Meter großer Experimentalbau und lässt Versuche unter realen Bedingungen zu. Sie besteht aus vier Teilen. Drei der vier Teile repräsentieren Haustypen aus dem Bestand mit deren baulichen Details. Im vierten Teil ist die Haus- und Messtechnik untergebracht. Die so beschaffene Box hat einen großen Vorteil: Bauteile, Wände und Technik sind allesamt ohne großen Aufwand wandelbar. Dafür sorgt unter anderem eine praktische Klickfassade, an der die für die Sanierung zu erprobenden Bauelemente verändert und ausgetauscht werden können. Mit der greenBOX sollen vor allem Hauseigentümer erreicht und die Bereitschaft erhöht werden, Gebäude energetisch zu sanieren. Die Box soll zeigen, dass eine vorhandene Fassade durch ergänzende energieaktive Paneele, beispielsweise aus Glas, Holz oder Edelstahl, und nachwachsenden Rohstoffen, nicht nur Energie sparen und das Raumklima verbessern kann, sondern auch einen architektonischen Mehrwert erhalten kann. Zunächst wird der Forschungsbau virtuell konzipiert, um bestimmte Situationen simulieren zu können. Ziel ist es, diesen mittelfristig auch real umzusetzen.

 

     


Die greenBOX ermöglicht die gleichzeitige Untersuchung von bis zu drei verschiedenen Gebäudetypologien (A, B, C) unter realen Bedingungen. Mögliche Sanierungsmaßnahmen werden dabei nicht isoliert betrachtet, sondern in der jeweils besten solar-hybriden Kombination. Das heißt in diesem Fall, mit Interventionen sowohl auf Gebäude- als auch TGA-Ebene. Außerdem ist die Box so ausgelegt, dass weitere, beispielsweise architektonische Parameter, in die Forschungsmatrix integriert werden können (Ebene A‘, B‘, C‘). Einzelne Raumeinheiten können für Simulationen  flexibel zusammengeschaltet werden. Zu untersuchende Gebäudedetails lassen sich mit Monitoring-Einheiten ausstatten.